Hochtourenwochenende 2026 im Zillertal

Ende August sind wir mit insgesamt sieben Hochtour-Begeisterten Bergmariechen zum Speicher Zillergründl ins hintere Zillertal gefahren.

Nach einer kleinen Abkürzung mit dem Bus bis zur Staumauer sind wir gemütlich zur Plauener Hütte (2363m) aufgestiegen. Das gebuchte Mehrbettzimmer glich eher einem Lager, aber dafür war das Essen recht gut. Am nächsten Tag sind wir bei herrlichem Sonnenschein zum Gletscher aufgestiegen. Auch hier haben sich die veränderten Bedingungen aufgrund der Rekordhitze des Sommers bemerkbar gemacht. Die eigentlich angepeilte Reichenspitze (3303m) konnte aufgrund Steinschlags nicht begangen werden. Also war unser alternatives Ziel die Wildgerlosspitze.  Am ewigen Eis angekommen, fanden wir uns in einem komplett ausgeaperten, mit vielen Spalten versehenen Gletscher wieder.  Daher entschieden wir uns den schneefreien Teil Labyrinth-artig ohne Seil zu gehen. Nach einer kurzen Kletterei über die Randkluft, wurden die Bedingungen auf dem Grat leider nicht besser. Daher entschieden wir uns, die Aussicht und das Wetter zu genießen, und nach einer gemütlichen Brotzeit wieder zur Hütte abzusteigen. 

Am nächsten Tag teilten wir die Gruppe auf. Die erste Gruppe ging über den sehr neuen und schön angelegten Klettersteig auf die Richterspitze (3052m). Die zweite Gruppe machte eine ebenso spektakuläre Gratkletterei auf den Spaten. Nachdem beide Gruppen am frühen Nachmittag wieder an der Hütte waren, haben wir uns noch einmal gestärkt und sind den Rückweg zum Stausee angetreten. Sehr schön waren auch die überall auf dem Weg angebrachten „philosophischen“ Sprüche, die den Weg zum Klein-Tibet Refugium säumten, was sich in der Nähe befindet. 

Danach ging es wieder ins Frankenland. 

Erik