Anfang August zog es die Bergmariechen für ein gemeinsames Hüttenwochenende ins Stubaital. Die Anreise erfolgte in verschiedenen Fahrgemeinschaften, sodass wir zu unterschiedlichen Zeiten am Ausgangspunkt ankamen.
Ein Teil der Gruppe machte sich bereits am Nachmittag auf den Weg zur Nürnberger Hütte und konnte dort angekommen schon einmal das gute Essen genießen. Für die später angereisten Bergmariechen sah der Plan etwas anders aus: Da sich am Nachmittag eine Gewitterfront angekündigt hatte, wurde zunächst abgewartet und lieber auf Nummer sicher gegangen. Erst gegen 19 Uhr startete schließlich der Aufstieg. Dadurch wurden die letzten Meter zur Hütte im Dunkeln und mit Stirnlampen zurückgelegt – eine etwas andere, aber sehr schöne Stimmung für den Auftakt des Wochenendes.









Am nächsten Morgen waren dann alle Bergmariechen auf der Nürnberger Hütte vereint und konnten sich beim gemeinsamen Frühstück für den bevorstehenden Tag stärken. Auch diesmal spielte das Wetter bei der Tourenplanung eine wichtige Rolle, denn erneut waren Gewitter vorhergesagt – je nach Wetterbericht allerdings zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten.
Nach gemeinsamer Beratung teilte sich die Gruppe deshalb auf. Ein Teil entschied sich für den direkten Abstieg ins Tal und einen anschließenden Aufstieg zur Dresdner Hütte. Die andere Gruppe wollte den geplanten Hüttenübergang nicht ganz so schnell aufgeben und machte sich auf den direkten Weg Richtung Dresdner Hütte.
In zügigem Tempo ging es durch die beeindruckende hochalpine Landschaft des Stubaitals, vorbei an Gletscherlandschaften und immer wieder mit schönen Ausblicken auf die umliegenden Berge. Nach rund sechs Stunden erreichte die Gruppe schließlich die Dresdner Hütte – ziemlich passend zu den ersten Tropfen eines langsam einsetzenden Nieselregens. Das angekündigte Gewitter hatte uns letztlich nicht erwischt. Aber im Gebirge weiß man es vorher eben nie, und so war die vorsichtige Planung sicherlich die richtige Entscheidung.
Am Nachmittag waren schließlich wieder alle Bergmariechen auf der Dresdner Hütte vereint. Im Vergleich zur urigen Nürnberger Hütte erwartete uns dort beinahe schon ein Berghotel. Bei Kaiserschmarrn, Schnitzel, Bergkaffee und einem Spieleabend ließen wir den Tag ausklingen.
Am dritten Tag stand nur noch der entspannte Abstieg von der Dresdner Hütte zurück ins Tal auf dem Programm. Dort angekommen verteilten wir uns wieder auf unsere Fahrgemeinschaften und machten uns auf den Rückweg nach Nürnberg.
Insgesamt ein gelungenes Wochenende mit einer schönen hochalpinen Tour, zwei sehr unterschiedlichen Hütten und einmal mehr der Erkenntnis, dass bei aller Planung am Berg am Ende doch das Wetter ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hat.


